Priv.Doz.Dr.Thomas Nau beantwortet Fragen zu Meniskus Verletzungen, Meniskus Operationen und Symptome der Schmerzen.
„Mein Hausarzt sagt, ich hätte mir den Meniskus eingerissen oder beschädigt. Was ist der Meniskus, wie merke ich wenn es ein Problem gibt, und was kann und soll ich tun“
Antwort von Dr. Nau:
Der Meniskus ist ein Knorpelring, der wie ein Stossdämpfer zwischen den beiden Hauptknochen im Kniegelenk liegt.
Genau gesagt hat man in jedem Kniegelenk zwei davon, einen innen und einen aussen.
Ein Meniskuseinriss kann prinzipiell bei akuten Verletzungen auftreten, oder auch als Folge chronischer Überlastung und fortschreitender Degeneration des Gewebes in Erscheinung treten.
Die Symptome eines solchen Meniskuseinrisses sind recht typisch.
Ein „scharfer“ Schmerz an der Innen- oder Aussenseite des Kniegelenks, teilweise auch gelenksblockierend.
In manchen Fällen können die Symptome durch Kniebeugen und/oder Drehbewegungen ausgelöst bzw. verstärkt werden.
Neben der klinischen Untersuchung werden zu Absicherung der Diagnose routinemässig Röntgenaufnahmen und vor allem eine MRT (Magnetresonanztomographie) durchgeführt.
Üblicherweise heilen Meniskuseinrisse nicht von alleine.
Manchmal verschwinden die Symptome für einige Zeit, kommen dann aber wieder.
In akuten Fällen kann man sich mit lokaler Eisbehandlung (jedoch nie Eis direkt auf die Haut) und Schmerzmedikamenten helfen, bevor der Arzt aufgesucht wird.
Wenn die Diagnose einmal gestellt ist, wird in der Regel eine Arthroskopie des Kniegelenks empfohlen. Dabei handelt es sich um einen kleinen minimal invasiven Eingriff, bei dem der kaputte Teil des Meniskus ganz genau und schonend entfernt wird. In Ausnahmefällen kann man auch eine Meniskusnaht mit einem Spezialinstrument durchführen.
Nach dem Eingriff werden die Patienten sofort vollbelastend mobilisiert und sind zumeist nach 2-4 Wochen bereits wieder zur Gänze einsatzfähig. Eine begleitende Physiotherapie, für dieselbe Zeit, kann in einigen Fällen sinnvoll sein, dies wird jedoch immer individuell entschieden.
Priv.Doz.Dr.Thomas Nau ist Facharzt für Unfallchirurgie und hat sich auf die Behandlung von Sportverletzungen, Glenkschirurgie und Folgeschäden spezialisiert.


VISUAL-ACT
Hallo,
auch bei mir hat der Orthopäde nach Kniebeschwerden eine Bakerzyste und nach MRT Untersuchung einen Meniskuseinriss festgestellt. (Verursacht wahrscheinlich durch Gartenarbeit im Knien’),Die Zyste ist inzwischen etwas kleiner geworden. Den Meniskuseinriss soll ich nach ca. 3 Monaten nochmals untersuchen lassen.
Soweit geht es, nur beim Abbiegen bzw. Drehen des Knies sticht es manchmal ganz heftig. Ich warte also ab, ob es besser oder schlechter wird.
Frdl. Grüsse
R. Eiba
Hallo danke dass ich die Symptome im Internet abrufen konnte, ich bin auf einer Reise in Bolivien und als ich von einem Felsen herunter sprang, hatte ich im linken Knie auf der hinterseite erst Schmerzen und nun nach 2 Wochen ist der Schmerz nach vorne gerückt und ich kann kaum noch das Knie biegen oder Treppensteigen. Im Bett weiss ich nicht wie liegen alles schmerzt. Ich behndle das Knie mit einer kühlenden Salbe, besteht die möglichkeit dass es besser wird, oder ist nur noch der Gang zum Arzt die Lösung. Mir ist manchmal speihübel von den Schmerzen. Herzlichen Dank für die Bemühungen
Mein Rat,geh zum Arzt,wird sicher nicht von alleine besser,hab grad eine Meniskus Op hinter mir.
Hallo,
Ich habe Scherzen in Innenmeniskus und eine Blockade, ich kann das Knie nicht ganz durchstrecken, MR Untersuchung habe ich nächste Woche.
Meine Frage, ich habe große Angst vor einer Vollnarkose, Kann die Arthroskopie auch mit anderer Betäubung durchgeführt werden.
mfg G.Tamm
Ich hatte auch eine Meniskus OP und hab mir einen Kreuzstich machen lassen,also Teilnarkose,also ich würde jederzeit wieder so machen,
LG gaby
Da ich bei “Meniskus sticht” recht schnell auf diese Seite gestossen bin hab ich eine Frage.
Ab wann sollte man zum Arzt gehen – mach ich ungerne und eigentlich hab ich kaum Bewegungsprobleme, sondern es sticht an der Innenseite des Knies eher in Ruhelage – beim Sitzen, Schlafen und ganz selten nur wenn ich gehe, Hört auch rasch auf und ist eigentlich aushaltbar. Kann das überhaupt Meniskus sein?
Hallo Bernd,
genauso war es bei mir auch.Beim gehen hatte ich kaum Probleme,nur bei dem Symtomen die du beschreibst.Also ich kann nur sagen,JA es hat sicher was mit dem Meniskus zu tun.Ich bin nach 2 Wochen dauernder Schmerzen und schlaflosen Nächten zum Arzt gegangen.Der hat mich dann zum MR überwiesen und da hat sich herausgestellt,das es ein Aussen und Innenseitiger Meniskusriss handelte,der dann auch relativ schnell nach der Diagnose operiert wurde.Ich habe aber leider den Fehler gemacht,das ich das Bein zu früh wieder voll belastet habe,daher habe ich wieder Schmerzen.Also mein RAT,nach der OP bitte nicht zu früh belasten auch wenn man keine Schmerzen hat!
LG Gaby
Hallo Gabriele,
was verstehen sie unter “nicht zu schnell voll belasten”? Von welchem Zeitrahmen ist hier die Rede?
Mir steht eine OP bevor, habe einen Einriss des Innenmeniskus.
Lg, Michael
Lieber Michael,
nach der Meniskus-OP, bei der meist die gerissenen Anteile des Meniskus entfernt werden, ist einige Tage Schonung empfohlen.
Stützkrücken für 2-3 Tage und Eispackungen sind sinnvoll. Das Gewebe soll abschwellen und sich regenerieren.
Belasten Sie nach der OP gleich voll, kann das etwas schmerzhaft und unangenehm sein.
Das ist wie beim Zahnarzt nach einer Weisheitszahn-OP.
Danke für die Infos.Hab auch einen diagnostizierten Meniskuseinriss.
Ist momentan nicht mehr schmerzhaft,weiß aber jetzt,wo ich aufpassen
sollte und wie das überhaupt alles funktioniert.Danke. L.G.Claudia